Palermo 1985: Ein schöner Fleck auf Gottes grüner Erde, doch auch wenn es oberflächlich vielleicht wie das Paradies scheint herrscht hier in Wirklichkeit der unbeugsame Einfluss erbarmungsloser Mafiosi vor. Und ihr steckt als Ermittler da mittendrin…
Kalte Nächte in Palermo
Willkommen an der Crime Scene in Palermo! Ein namhafter Mafioso wurde kaltblütig hingerichtet und die Liste der Verdächtigen ist bei dessen Ruf klarerweise nicht gerade klein. Doch die Spuren sind noch frisch und brandheiß! Kämpft euch durch ein Gewirr aus Rätseln und einer Art Wimmelbild als Tatort und löst die Geschehnisse auf!
Ein kurzer Blick ins Regelwerk und schon kann die Ermittlung beginnen. Der Tatort wird ausgelegt, die Karten in vier Stapel geteilt und das Storyheftchen bereitgelegt und gemustert. In der Crime Scene-Reihe springt ihr dabei von Schlüsselworten im Fließtext der Geschichte zum Tatort und haltet dort Ausschau nach jenen Objekten, die euch dann weiter zu Karten führen. Wurde ein solcher Abschnitt gelöst beginnt das Rad quasi wieder von vorne bis ihr schließlich die gesamte Story aufdecken konntet.
Wer nicht weiter weiß, der findet auch eine Hand voll Hinweiskarten wieder; doch seid euch bewusst, dass euch das Nutzen dieser Reputation kostet, die für das große Finale entscheidend sein könnte. Schafft ihr es mit eurem detektivischen Spürsinn die Auge um Auge und Zahn um Zahn Mentalität rivalisierender Mafiosi zu zerschlagen oder verliert ihr euch selbst inmitten dieser Blutfehde?
Oh, es gibt neben Crime Scene: Palermo 1985 ja auch noch weitere Detektivabenteuer aus der Crime Scene-Reihe, gerne könnt ihr bei uns auch in diese einen Einblick gewinnen:
Spieletester
Fazit
La Dolce Vita war gestern
Auweia! Wir dachten, dass uns alte Hasen im Kriminalbusiness nichts mehr schocken könnte, doch dieser Tatort hat uns wahrlich nicht kalt gelassen… Selten konnten wir uns über die Auflösung eines Falls mehr freuen als hier, da eine Mischung aus oberflächlicher 0-8-15 Mafia-Story gepaart mit szenenunabhängigen, teils recht unklaren und wirren Rätseln einfach wenig geboten hat, was wirklich Spiel- und Rätselfreude mit sich bringt. Ganz besonders da man nie dem großen Ganzen der Geschichte auf der Spur war, sondern sich lediglich von einem zusammenhangslosen Rätsel zum nächsten durchkämpfte, wirkte das Abenteuer sehr konsistenzlos. Mehr als einmal waren wir vollkommen verwirrt von den Grübeleien die vor uns lagen, bei denen wir die Lösung entweder binnen Sekunden hatten oder aber auch nach mehreren Stunden wohl nie draufgekommen wären, Stichwort: ein Labyrinth in einer Schuhsohle?
Was man der Reihe aber doch anrechnen muss, der Wimmelbild-Aspekt ist ganz spaßig und stellt einen Versuch dar sich etwas von anderen Detektivspielen abzuheben (auch wenn ein einzelnes kleines Feature dafür wahrlich einfach nicht ausreicht…). Klassisch aber kann man das Erlebnis nur einmal genießen, da dann ja bereits die Lösungen bekannt ist, wobei aber zumindest kein Inhalt zerstört wird.
Plus
- Versuch der Implementation neuer Konzepte in das klassische Detektivspiel-Genre
- kein Inhalt wird zerstört oder bekritzelt
Minus
- oberflächliche Story ohne wirklich großes Ganzes
- Rätsel mit wenig Zusammenhang zur Geschichte
- kaum lustige oder spannende, größtenteils unklare und seichte Rätsel
- nur einmal (effektiv) spielbar
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Details
1 Regelheft (8-seitig)
1 Storybuch (12-seitig)
1 Fallakte
1 Szenenbild (doppelseitig)
60 Karten; darunter:
- 9 Dokumentenkarten
- 9 Hinweiskarten
- 11 Reputationskarten
- 31 Indizkarten
Statistik
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