Forgeflame

Wähle deine Helden und schicke sie ab in die Mine, um aus Erzbrocken einzigartige Artefakte zu schmieden.

Ein vielversprechendes Unboxing

Beim ersten Auspacken von Forgeflame war ich sofort begeistert. Neben jeder Menge Plättchen und Karten sind vor allem die Spielfiguren der Helden eine echte Augenweide. Da es in Forgeflame darum geht, in der Mine Erzbrocken zu sammeln und diese zur Schmiede zu bringen, hat jede Figur eigene Slots, in denen zwei oder drei Steine Platz finden. Mit den gewählten Helden, im Normalfall wählt jeder drei unterschiedliche, erhält man auch ein passendes Heldendeck. Darin stecken die Spezialfähigkeiten des jeweiligen Charakters samt Upgrademöglichkeiten. Eine kleine Ausnahme gibt es im Spiel zu viert, denn hier spielt man in Zweierteams mit je zwei Helden.

Abenteuer unter Tage

Über mehrere Runden bewegt man sich mit seinen Helden durch die Mine, erkundet nach und nach neue Teile der Karte und schürft nach den wertvollsten Erzbrocken. Dabei gibt es immer wieder Schätze und andere Boni zu holen, aber auch Felder mit Kobolden, die das Weiterkommen erschweren. Wer an der Reihe ist, spielt eine Aktionskarte aus der Hand und führt je nach Karte eine Bewegung aus, nimmt einen Erzbrocken auf oder bekämpft einen Kobold. Im Anschluss wird die jeweilige Fähigkeit des Helden ausgeführt.

Hier muss man wirklich lobend erwähnen, dass die Fähigkeiten den Spielstil spürbar beeinflussen und sehr gut zu den Charakteren passen. Die Spinne kann beispielsweise mit Netzen andere Helden blockieren, der Schleim "Gliberglob" kann sich durch Wände bewegen und so weiter. Wer taktisch kluge Züge machen möchte, sollte deshalb nicht nur die eigenen, sondern auch die fremden Fähigkeiten kennen. Außerdem dürfen pro Feld immer nur drei Charaktere stehen, in der Schmiede fünf. Das führt öfter zu Stau, der manchmal etwas an eine überfüllte Fußgängerzone erinnert.

Upgrades und Artefakte

Am Ende einer Runde wird das Heldendeck immer durch eine Bonuskarte verstärkt. Dabei darf man sich aussuchen, welchen Helden man verbessern möchte. Es ist wichtig zu erwähnen, dass generell mit einem einzigen Deck gespielt wird, in das die Karten aller eigenen Helden gemischt werden.

Für bestimmte Kombinationen an Erzen lassen sich in der Schmiede Artefakte erzeugen. Dadurch kommt auch ein Set-Collection-Aspekt ins Spiel. Oft geht es darum, die richtigen Steine schneller in die Mitte zu liefern als die Konkurrenz. Wer so die meisten Punkte erzielen kann, gewinnt das Spiel und kann sich König/Königin unter dem Berge nennen.

Spieletester

Fazit

Die Spielidee von Forgeflame ist schnell erklärt: hinein in die Mine, Erz sammeln, zur Mitte bringen und daraus Artefakte schmieden. Auf dem Weg dorthin gibt es aber einige Spielelemente, die für mich nicht ganz zu einem stimmigen Gesamtbild zusammenfinden. Die Helden und ihre einzigartigen Fähigkeiten bringen aber definitiv frischen Wind ins Spielgeschehen.

Zwischen den einzelnen Teams kommt es immer wieder zu Interaktionen und es gibt durchaus Möglichkeiten, die Konkurrenz zu stören. Allerdings fehlt für mich ein wenig die direkte Konfrontation. So kann man etwa keine Erze stehlen oder gegnerische Helden direkt angreifen. Stattdessen entsteht die meiste Behinderung durch taktisches Blockieren, da pro Feld nur drei bzw. fünf Charaktere stehen dürfen. Dieses doch etwas destruktive Konzept zu oft auszunutzen, hat uns aber begrenzt gereizt.

Die Spielfiguren selbst sind dafür wirklich gelungen. Besonders nett ist die Idee, dass die Charaktere die Erzbrocken tatsächlich tragen können. Bei manchen Helden hätte die Umsetzung allerdings noch etwas sauberer ausfallen dürfen. Außerdem hielten bei uns die Farbmarkierungsringe nur schlecht an den Figuren, wodurch das Bewegen der Helden teilweise unnötig mühsam wurde.

In Summe finde ich, dass man die wirklich kreativ gestalteten Helden in ein noch innovativeres Umfeld hätte setzen können. Nichtsdestotrotz spielt sich Forgeflame angenehm flüssig und insgesamt rund.

Redaktionelle Wertung:

Plus

  • kreative und einzigartige Helden
  • schönes und großteils hochwertiges Design

Minus

  • Spielprinzip hätte etwas mehr Pfiff vertragen

Teilen mit facebook twitter

Kommentar verfassen

Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 1 bis 4
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: 40 bis 80 Minuten
Preis: 54,99 Euro
Erscheinungsjahr: 2025
Verlag: Grimspire
Zubehör:

4 Teamtableaus

1 Minenplan

15 Entdeckungsplättchen

15 Schatzplättchen

4 Aktivierungsplättchen

8 Steinlawinenplättchen

8 Totemplättchen

9 Lähmungs-/Betäubungsplättchen (doppelseitig)

8 Totemaufsteller

9 Charakterfiguren

63 Aktionskarten (7 für jeden Charakter)

22 Artefaktkarten

18 Erzaderplättchen (6× Stufe I, 7× Stufe II, 5× Stufe III)

13 Übersichtskarten

9 Charakterplättchen (je 3× Batterie, Trank, Netz)

12 Ereigniskarten

11 Teufelchenkarten (Solomodus)

6 Missionskarten (Solomodus)

5 Koboldplättchen

1 Startplättchen

12 Basisringe

63 Erzbrocken (20 Gold, 20 Dunkeleisen, 20 Draconit, 3 Mithril)

6 Koboldaufsteller

9 Standfüße

1 Errungenschaftsblatt

3 Flammenplättchen (doppelseitig)

1 Koboldbeutel

1 Wertungsblock

1 Anleitung

Anzeige

Statistik

Derzeit findest Du auf spieletest.at 7931 Gesellschaftsspiele-,
1676 Videospielrezensionen
2322 Berichte.