"Second best is first loser" heißt es oft. Nicht so bei Right on time! Dort gewinnt eine Runde, wer seine Karten als Zweiter los wird. Klingt einfach, ist es aber beileibe nicht.
Grundregeln des Spiels
Wir spielen mit Zahlenkarten, die es mit Werten von eins bis sieben gibt. Zusätzlich gibt es Sonderkarten mit einer Null, sowie Joker. Wer an der Reihe ist, spielt ein oder zwei Karten aus. Das darf man sich aber nicht aussuchen, sondern wird von den gelegten Werten getriggert. Das Verhältnis der obersten Karte des Ablagestapels, verglichen mit den neuen Karten, spielt eine Rolle. Enweder spielt man genau eine Karte aus, die höher als die oberste Karte ist. Oder man spielt zwei Karten aus, die niedriger oder gleich hoch wie die oberste Karte sind. Joker kann man für jeden Wert von eins bis sieben einsetzen. Alternativ kann ich, egal welcher Kartenwert oben liegt, eine Null ausspielen.
Spezialaktionen
Manche Karten tragen Zusatzanweisungen: Karten ziehen bzw. Du bist dran. Während man bei der einen Aktion auch sich selbst wählen darf, muss man bei der anderen einen Mitspieler wählen. Stets hat man das Ziel, sich selbst in eine gute Position für das Ende der Runde zu bringen. Wenn man nur wüsste, welche Karten die anderen auf der Hand haben...
Das Rundenende
Wer ausspielen kann, muss das tun. So wird irgendwann jemand genötigt sein, seine letzte(n) Karte(n) abzulegen. Dies als Erster tun zu müssen, ist doof; weil die Runde gewinnt man dadurch ja nicht. Immerhin gibt es einen Trostpreis: Man erhält eine Karte, die man vor sich auf den Tisch legt und die man in einer der folgenden Runden gegen eine Handkarte austauschen darf. Wer als zweiter seine letzten Karten spielt, erhält einen Punkt. Gewonnen hat, wer seinen dritten Punkt macht.
Spieletester
Fazit
Alles steht und fällt damit, was man auf der Hand hat. Natürlich kann man es ein wenig taktisch anlegen, aber früher oder später zieht fast jeder Karten nach, was die Taktik über den Haufen schmeißen kann. Man kann auch unfreiwillig zum Königsmacher werden, unter anderem weil man ja gezwungen ist auszuspielen, wenn man es kann.
Stets hängt man in der Entscheidung: Wieviele Karten soll ich auf der Hand behalten? Zu viele, und ich werde nicht rechtzeitig fertig. Zu wenige, und ich finde mich vielleicht im ungeliebten Ersten Platz wieder. Wer sich jetzt fragt, wie man die Kartenanzahl steuern kann: Ich kann mich ja z.B. bei einer ausliegenden Drei entscheiden, ob ich eine Vier darauf lege, oder ob ich mit einer Sechs austrumpfe. Wenn später eine Fünf ausliegt, kann ich mit einer übrigen Sechs eine Einzelkarte spielen, während ich die Vier, gemeinsam mit einer zweiten niedrigen Karte im Doppelpack ablege. Anders gesagt: Im ersten Fall bin ich nur zwei Karten losgeworden, im zweiten Fall drei Karten.
Trotzdem wird man das Gefühl nicht los, dass man vom Spiel gespielt wird und es ohnehin nicht richtig machen kann. Es ist eher Glück, ob man am zweiten Platz landet, oder nicht.
Plus
- einfache Regeln
Minus
- man hat das Gefühl, dass das Spiel schwer lenkbar ist
- je mehr Spieler, desto mehr ungeplante Ereignisse treten ein
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Details
50 Karten
10 Siegpunktplättchen
1 Spielanleitung
Statistik
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