Das Krokodil kann schnappen, dann heißt es Schnappi.
Das Krokodil kann auch zocken, dann ist es das Zockodil.
Wir zocken.
Das ist natürlich schon durch die geniale Wortschöpfung "Zockodil" klar.
Wir zocken mit zehn Karten des eigenen, verdeckten Stapels.
Neun Optionen für meinen ersten Zug, später sind es weniger...
Neun Karten liegen in der gemeinsamen 3x3 - Anordnung aus.
Ich zeige auf eine Karte und entscheide mich für höher oder niedriger. Dann decke ich die oberste Karte meines Stapels auf und meine Voraussage wird überprüft. Stimmt sie (ich zeige auf eine Vier, sage höher und meine aufgedeckte Karte ist höher als vier) dann lege ich die Karte darauf. Ist sie kleiner oder gleich vier, nehme ich zur Strafe den ganzen Stapel, auf den ich nicht legen durfte und schiebe die Karten unter meine.
Verzockt! Die Chance, als Erster meinen Stapel loszuwerden, sinkt!
Außerdem entsteht durch das Entfernen eines Stapels aus der Auslage eine Lücke. Diese wird durch die oberste Karte vom Regelkartenstapel befüllt. Folgende Regelkarten bringen witzige Beschränkungen in die Partie:
- nur höher darf angesagt werden
- nur niederiger darf angesagt werden
- nur die vier Ecken dürfen gewählt werden
- nur die fünf "nicht Ecken" (=das Kreuz) dürfen gewählt werden
- es darf gezockt werden
Zocken bedeutet, der nächste Spieler darf sich einen Stapel der Auslage wählen und so lange Karten ablegen, so lange er recht hat oder bis er passt. Das kann ordentlich vorwärts bringen. Die Regelkarte "Das Ei" hilft dem nächsten Spieler, er entfernt es und legt einfach seine oberste Karte auf den leeren Platz. So wird dort möglicherweise wieder eine leicht zu spielende Position geschaffen. Scheitert ein weiterer Spieler mit seiner Voraussage, wird die aktuell aktive Regelkarte umgedreht, eine neue wird aktiv und die Stelle mit der verdeckten Regelkarte bleibt verboten. So werden die verbotenen Plätze immer mehr, das Spiel beschleunigt sich ganz automatisch und ohne Regelhürden.
Wird der letzte Kartenstapel genommen, endet eine Runde und jeder notiert die Anzahl seiner verbliebenen Karten als Minuspunkte. Überschreitet ein Spieler 55 Minuspunkte, endet das Spiel und wer die meisten Miesen hat verliert die Partie.
Der kleine Bonus
Das Namen gebende Krokodil trägt entweder Hut, Sonnenbrille, Socken oder hält einen Luftballon. Gelingt es einem Spieler - das ist natürlich reiner Zufall - ein Zockodil gleicher Farbe und gleichen Symbols bei richtiger Voraussage zu platzieren, darf der Spieler als Bonus eine weitere Karte auf einen beliebigen Stapel spielen. Wenn er will und mit den gleichen Konsequenzen wie sonst auch. Die vier erwähnten Symbole sind zwar auch extra auf den Karten neben dem Zockodil ersichtlich, leider sind sie aber recht klein geraten und werden leicht übersehen.
Spieletester
Fazit
Zockodil ist ein einfaches, kleines Spielchen, das mit geringem Regelaufwand durchaus Emotionen erzeugen kann. Es gaukelt nicht mehr vor als es ist, es will nicht mehr sein als es ist. Kleine Freude und große Schadenfreude wechseln sich am Spieltisch ab.
Auch Vielspieler haben an dem kleinen Glücksspiel ihren Spaß.
Weil jeder Spielzug Auswirkungen auf die folgenden Spieler hat zittern alle mit, freuen sich mit, reden mit und geben gute Tipps.
Das Spiel ist wenig beeinflussbar, trotzdem oder deswegen ist die Stimmung locker und fröhlich.
Und es soll auch nicht verschwiegen werden, dass nicht immer der sicherste Stapel bespielt wird, manchmal ist es auch der mit den wenigsten Karten. Man muss ja auch damit rechnen, eine falsche Voraussage getroffen zu haben...
Plus
- gemütliche Zockerei
- verlieren ist kein Problem
- nett gestaltet
Minus
- die Symbole für den Bonuszug sind etwas klein geraten
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Details
96 Zahlenkarten (8-mal die Zahlen 1-12 mit vier Farben bzw. Symbolen)
14 Regelkarten
Spielanleitung
Statistik
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