Market Fresh

In Market Fresh sind wir Händler, die ihre Marktstände ausbauen und die Gegner übertrumpfen wollen. Das betrifft sowohl die Quantität innerhalb der Obst- und Gemüsesorten, als auch die Diversität des Angebots.

Der erste Eindruck

Market Fresh besticht durch eine farbenfrohe Spielausstattung, vor allem was die Obst- und Gemüsekisten, deren Form mich an Dominosteine erinnert, angeht. Der Stanzbogen mit den Plättchen ist jedoch etwas dünn geraten. Die Spielanleitung ist angenehm kurz, schnell kann das Spiel losgehen!

Wie gespielt wird

Jeder Spieler hat stets drei Kisten bei sich, geheim vor den Blicken anderer. Am Beginn des Zuges nimmt man sich eine vierte, aus der offenen Auslage oder dem verdeckten Vorrat. Dann baut man eine davon auf seinen Marktstand ein. Wenn man nicht auf zwei leere Felder legt, muss eine der beiden Kistenhälften auf ein Feld mit gleichfarbigem Aufdruck, oder auf einer gleichartigen Kistenhälfte zu liegen kommen. Stapelt man Kisten so, dass beide Kistenhälften passend gestapelt werden, erhält man Bonuspunkte. Gewertet wird so oder so aber nur eine Kistenhälfte: Man zählt, wie viele Felder der Sorte man auf seinem Marktstand sichtbar hat und erhält entsprechend viele Punkte.

Wertungsboni

Wer mindestens zwei Punkte mit einer Obst- oder Gemüsesorte macht, darf ein Marktplättchen in die entsprechende Spalte am Marktspielplan bringen; zumindest theoretisch. Denn praktisch darf man pro Sorte nur ein Plättchen haben. Werte ich eine Sorte nochmal und erreiche eine bessere Wertung als zuvor, darf ich mein Plättchen weiter nach oben setzen. Das ist zwar super für die Endwertung, eröffnet dem Gegner aber normalerweise Chancen. Es darf nämlich auf jedem Feld nur ein Plättchen liegen. Ist mein erlaubtes Feld schon belegt, muss ich auf das nächst niedrigere Feld ausweichen, schlimmstenfalls darf ich gar nicht legen.

Endwertung

Sind alle Kisten verbaut, geht es an die Wertung. Es wird pro Sorte geschaut, wer die höchste Wertung geschafft hat, diese Punkte gibt es gleich nochmal in doppelter Ausführung aufs Konto. Der Zweitplatzierte erhält seine Bestwertung immerhin einfach und ein eventueller Drittplatzierter bekommt fix zwei Punkte. Und dann werden noch Punkte dafür vergeben, wer wie viele Sorten mit Marktplättchen belegt hat.
Der Spieler mit der höchsten Gesamtsumme gewinnt!

Abseits des Standardspiels

Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass Market Fresh ein paar Spielvarianten bereithält? Zum Beispiel kleiner Marktstände (wodurch ich schneller in die Verlegenheit komme, etwas zu überdecken). Eine weitere Variante bringt die Bauhöhe eures Kistenturms mit ins Spiel, die pro Sorte einmal im Spiel zum Punkten genutzt werden kann, und nur genau dann legen wir Marktplättchen ab. Auch ein gut funktionierendes Solospiel ist möglich, wobei hier wahlweise die Standardpunkte- oder Höhenpunktevariante angewandt werden kann.

Spieletester

05.11.2026

Fazit

Wie schon oben geschrieben, sieht das Spiel am Tisch extrem einladend aus. Bei der Ausstattung merkt man aber, dass man es mit einem ursprünglich US-amerikanischen Spiel zu tun hat: Allerorts eher dünner Karton, Punkteanzeiger als gespritzte Würfelchen... Insgesamt tut das dem Spielspaß aber keinen Abbruch. Die Regeln sind rasch erlernt und man stellt sich die Frage: Lieber einzelne Sorten hoch werten, sodass es neben der hohen Wertung (eigentlich sind es ja mehrere hohe Wertungen, weil man ja nur langsam aufbauen kann und sein bestes Pferd am Weg nach oben klarerweise mehrfach prämieren lässt) auch noch viele Punkte am Ende gibt? Oder lieber auf Diversität setzen und den Vielfaltsbonus einstreichen?

Letzterer kann nur bedingt für Vorteile sorgen, da die Punkte auf sechzehn für den Spieler mit den meisten, acht für den mit den zweitmeisten und vier für den mit den drittmeisten festgesetzt sind. Da ich Sorten üblicherweise mit zwei oder vielleicht drei Punkten das erste Mal werte, ist so ein "ich setze auf die sechs Äpfel noch eine Nummer sieben drauf" fast schon genau so wertvoll: sieben Punkte für die Wertung selbst und zwei zusätzliche Punkte am Ende, macht alleine in diesem Zug einen Vorteil von ungefähr fünf Punkten gegenüber dem, der noch rasch eine neue Sorte angerissen hat. Unter anderem wird die offene Auslage ein Entscheidungskriterium für mich sein, ob ich auf das eine oder andere spiele. So oder so, spannende Spielausgänge sind garantiert!

Redaktionelle Wertung:

Plus

  • nach kurzem Regelstudium wird losgespielt
  • spannende Spielausgänge sind garantiert

Minus

  • es gehört schon etwas Glück dazu, dass man notwendige Gemüse zieht, wenn man sie gerade brauchen würde
  • dünne Pappteile, Kunststoffwürfel statt Holz

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 1 bis 4
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 30 bis 45 Minuten
Preis: 40,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2026
Verlag: Avalon Hill , Hasbro
Grafiker: ronin Design
Genre: Wirtschaft
Zubehör:

1 Marktspielplan
44 Marktplättchen
4 Marktstände
4 Zählsteine
66 Obst-/Gemüsekisten
8 50/100-Plättchen
1 Spielanleitung

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