Der Herr der Ringe: Die zwei Türme - Das Stichspiel

In diesem Spiel sind es nicht neun, sondern bis zu vier Gefährten, die sich auf die gefährliche Reise von Beutelsend bis nach Mordor begeben. In insgesamt 18 Kapiteln erleben wir dabei die Handlung von "Der Herr der Ringe: Die zwei Türme" als kooperatives Stichspiel.

Ein Stichspiel, mein Schatz, ein Stichspiel!

Die Fortsetzung von Herr der Ringe: Die Gefährten - Das Stichspiel orientiert sich regeltechnisch stark am Vorgänger. Gespielt wird ein kooperatives Stichspiel, bei dem jeder Spieler zu Beginn einer Runde einen Charakter wählt und dessen individuelle Siegbedingung erfüllen muss. Gespielt wird mit einem klassischen Kartenblatt von eins bis acht sowie einigen Sonderkarten wie Orks oder dem "Weißen Turm" und "Schwarzen Turm".

Das Besondere am Spie sind die Charaktere. Deren Aufgaben orientieren sich direkt an der Handlung der Filme. So gibt es etwa ein Kapitel, in dem Gimli mehr Orks in seinen Stichen sammeln muss als Legolas. "Der zählt trotzdem nur als einer!" lässt grüßen. Jede Partie fühlt sich anders an und die Charaktere bleiben ihren Vorbildern erstaunlich treu.

Ich ziehe in ein Abenteuer!

Die 18 Kapitel sind für mich das große Highlight des Spiels. Nach und nach tauchen neue Charaktere mit originellen Fähigkeiten und Siegbedingungen auf. Baumbart etwa ist als Ent bekanntlich nicht der Schnellste und spielt seine Karten deshalb immer eine Runde verzögert aus. Solche Ideen ziehen sich durch das gesamte Spiel und sorgen dafür, dass sich die Geschichte nicht nur thematisch, sondern auch spielerisch entfaltet.

Als großer Herr der Ringe-Fan gefällt mir besonders, wie konsequent das Spiel die Handlung in seine Mechaniken einbindet. Auch die Schwierigkeit steigt angenehm an und im Laufe des Spiels kommen neue Regeln hinzu. Oft braucht es einen oder zwei Anläufe, bis man herausgefunden hat, wie ein Kapitel am besten zu meistern ist. Das motiviert, ohne dabei frustrierend zu werden.

Spieletester

Fazit

Wir wollen es, wir brauchen es… Es ist unser!

Für mich ist dieses Spiel ein Volltreffer. Ich liebe Herr der Ringe, kooperative Spiele und Stichspiele generell. Entsprechend fühlt sich dieses Spiel fast so an, als wäre es genau für mich entwickelt worden. Dazu kommt das liebevoll gestaltete Spielmaterial und die vielen kleinen Anspielungen auf die Film-Buch-Vorlage, die Fans immer wieder zum Schmunzeln bringen. Als nicht-Fan hat man sicher auch ein gutes Kartenspiel in der Hand, aber mit Kontext spielt es sich einfach leichter.

Die Schwierigkeit hätte in manchen Kapiteln gerne noch etwas höher sein dürfen. Das ist aber Geschmackssache. Auch nach einer durchgespielten Kampagne macht das Spiel mit einer anderen Gruppe oder in einer neuen Charakterkonstellation wieder Spaß. Die Lösungen fühlen sich nie völlig identisch an.

Die 18 Kapitel klingen zunächst nicht nach besonders viel Inhalt. Tatsächlich steckt aber genug Spielzeit darin, dass man die Kampagne kaum an einem Abend abschließen wird. Der Herr der Ringe: Das Stichspiel – Die zwei Türme wird deshalb definitiv einen festen Platz in meiner Sammlung behalten. Teil eins werde ich mir ebenfalls noch zulegen. Idealerweise erlebt man die Geschichte dirkekt von Anfang an, zwingend notwendig ist das aber nicht. Auch mit Teil zwei gelingt der Einstieg problemlos.

Redaktionelle Wertung:

Plus

  • kreative Charaktere
  • wechselnde Spielmechaniken
  • schönes Material in kompakter Verpackung

Minus

  • könnte etwas schwerer sein

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 1 bis 4
Alter: ab 10 Jahren
Preis: 25,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2026
Verlag: Asmodee
Grafiker: Samuel Shimota
Zubehör:

6 Übersichtskarten

4 Charakterkarten

Kapitel 19-Karte

37 Spielstapel Karten

96 Kapitel "20-36"-Karten

11 Holzmarker

1 Anleitung

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