Castle Raisers

Die drei kleinen Schweinchen sind auch in gemauerten Häusern nicht mehr sicher vor den Wölfen. Darum bauen sie jetzt Burgen! Mir allem was dazugehört, wie etwa Kessel voll heißer Suppe, die von den Zinnen auf die Angreifer gekippt werden.

Dieses Spiel ist nur in englischer Sprache erhältlich. Das Spielmaterial ist aber sprachneutral, man muss nur die Spielanleitung übersetzen.

Spielaufbau

Es braucht nicht viel, um in eine Partie Castle Raisers zu starten: ein paar Plättchen wollen gestapelt werden, jeder Spieler bekommt eine Spieltafel, die Wölfe kommen in den Beutel. Los geht's!

Spielablauf

Das Spiel geht über drei Abschnitte, á vier Runden. In jeder Runde bekommt jeder Spieler ein Wandteil, mit dem er seine Burg ausbaut. Mit jedem Wandteil werden Symbole auf darunterliegenden Wandteilen verdeckt, wodurch Aktionen ausgelöst werden. Diese lassen zusätzliche Verstärkungen auf die Mauern bauen, angreifende Wölfe abwehren, Dorfplättchen legen (wodurch Aktionen multipliziert werden können, gleichzeitig sind sie für die Endwertung wichtig), Prestige sammeln oder Wölfe angreifen. Wölfe angreifen? Ja! Man kann temporär gemeinsame Sache mit den Wölfen machen und sie auf gegnerische Burgen hetzen. Dies hieraus erhaltenen Angriffsplättchen helfen mir sogar zum Spielergebnis.

Runden- und Spielende

Nach jeder Runde werden die Abwehrmaßnahmen der Burgen nochmal aktiviert, wodurch in Angriffsstellung befindliche Wölfe abgewehrt werden. Sind noch Wölfe übrig? Dann nimmt man für jeden Wolf ein Pfeilplättchen.
Am Spielende wird geschaut, in welchen Bereichen der Burgen die Wölfe durchbrechen (oder diese überklettern) können. Ziel ist es, weniger Wölfe als die anderen Spieler durchbrechen zu haben.

Sowohl Pfeilplättchen, als auch wegen durchbrechender Wölfe, kann man Minuspunkte bekommen. Dem gegenüber stehen die Punkte für Prestige, Dorfplättchen, mein höchstes Mauerteil und Angriffsplättchen.

Kooperativer Modus

Das Spiel läuft ähnlich wie oben beschrieben, augenscheinlichste Änderung sind die Bedrohungskarten. Ebenfalls neu: Man kann diesen Modus auch solo spielen!
Am Spielende muss man die auf den Bedrohungskarten angegebenen Bedingungen erfüllen, außerdem muss eine bestimmte Mindestpunktezahl erreicht werden, damit die Spieler gewinnen.

Spieletester

Fazit

Die Spielanleitung ist in einigen Passagen verwirrend bzw. kann man leicht etwas übersehen:
Bei den Dorfplättchen steht etwa, dass sie Aktionen verstärken. Bei den Aktionen steht dann aber, dass alle Symbole in einer "section" (und dazu gehören laut Spielanleitung auch die Mauern) eine Verstärkung darstellen; gerechnet wird dann aber nur mit den Dorfplättchen.
Dass es unterschiedliche Wolfplättchen gibt, steht in der Spielmaterialübersicht. Dass sie unterschiedlich schwer abzuwehren sind, steht auch deutlich in der Anleitung. Dass aber nur eine Art Mauern überklettern kann, und nur eine von ihnen am Ende der Abschnitte Angriffe durchführt, wird nur noch über Abbildungen kommuniziert.
Generell ist die Symbolik des Spiels ein wenig gewöhnungsbedürftig.

Natürlich ist ein wenig Glück dabei, an welcher Seite der Burg die nächsten Angreifer auftauchen werden. Alle Burgzinnen mit Kesseln bestückt zu haben, ist das Ziel von jedem Spieler. Nur - jeder wird es nicht schaffen. Glücklich ist, wer in der Spielerreihenfolge weit vorne ist und früh aussuchen darf. Wer hinten ist, muss nehmen was übrig ist. Keine Sorge: Es gibt auch Symbole, mit denen man sich das Startspielerrecht sichern kann. Naaaajaaaaa, so sicher ist es nicht. Es kann während einer Runde mehrfach den Besitzer wechseln, erst am Ende steht der tatsächliche Startspieler fest. Die hinten liegenden Spieler haben in dieser Hinsicht einen Vorteil, das finde ich mehr als gerecht.

Thematisch finde ich das Spiel lustig, der Spielablauf ist gut überlegt und die Illustrationen farbenfroh. In den Farben der Burgbauteile ist, zum Beispiel, als Unterscheidung für die drei Zeitalter, das Stroh-Holz-Stein-Thema aus der ursprünglichen Kindergeschichte der Drei kleinen Schweinchen aufgegriffen worden. Gedacht ist das Spiel aber eindeutig für ältere Kinder aufwärts.

Redaktionelle Wertung:

Plus

  • witziges Thema
  • Kindheitserinnerungen werden wiederbelebt

Minus

  • die Spielanleitung könnte einige Dinge klarer herausstreichen
  • die Symbolik ist gewöhnungsbedürftig

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 1 bis 4
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: 45 bis 60 Minuten
Preis: 39,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2025
Grafiker: Zingco Kang
Genre: Aufbauen
Zubehör:

1 Vorratstableau
1 Dorftableau
4 Spielertafeln
48 Wandteile
32 Verstärkungsteile
32 Dorfplättchen
92 Wolfplättchen
30 Angriffsplättchen
32 Pfeilplättchen
1 Startspielerfigur
13 Bedrohungskarten
8 Übersichtskarten
32 Prestigeplättchen
1 Beutel
1 Wertungsblock
1 Spielanleitung

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