Tai Chi Tiger

Alles mit der Ruhe! Denn sogar die stärksten Tiger entfesseln ihr maximales Potential erst durch einen fokussierten Geist und Meditation. Genau das werdet ihr hier gewiss auch benötigen, wenn es darum geht, all die anderen mit eurem Talent in den Schatten zu stellen.

Unerbittlich wie ein Tiger

In Tai Chi Tiger baut ihr euch initial ein kleines Deck aus einer Hand voll Karten auf, die in irgendeiner Art und Weise üblicherweise euren Punktestand verändern. In jedem Durchgang verliert der Mitspieler mit den wenigsten Punkten sozusagen ein Leben, von denen jeder exakt drei besitzt. Im Gegenzug dafür kann man dann aber auch kleinere Boni geltend machen! Wer zuletzt noch Leben übrig hat, der wird zum Sieger gekürt.

Neben einer anfangs identen Starthand wählen die Spieler vier Kombokarten aus, die sie ihrem Deck hinzufügen. Diese wiederrum fügen weitere Grundkarten hinzu. Dieses gesamte Kartenset wird nun gut gemischt, zehn werden verdeckt gezogen und schon kann es losgehen! Jede Runde wird eine Räucherstäbchen-Karte gezogen, welche angibt wie viele Karten diese Runde insgesamt gespielt werden müssen und wie viele die Spielenden in ihrer Hand ansehen dürfen. Beim Spicken auf die Vorderseiten ist aber Eile geboten, denn wer am schnellsten dabei ist und „Stopp“ ruft, der beendet damit diese Phase für alle. Die Angesehenen werden der Reihe nach unter die anderen Karten gelegt und sich ihre Reihenfolge hoffentlich gut eingeprägt.

Nun müsst ihr eben die angegebene Anzahl an Karten ausspielen! Dabei wollt ihr möglichst viele Pluspunkte sowie Kombokarten ausspielen, wobei ihr letztere im Idealfall auch erfüllt. Besonders negativ sind dabei die grauen Voll Verwirrt-Karten, da diese ein vorzeitiges Ende im Kartenausspielen für euch bedeuten.

Spieletester

Fazit

Am besten Weg zum orange-schwarz gestreiften Gürtel

Immer schön mit dem Kopf dabei sein, dann kann das noch was werden mit dem Meistertitel in Tai Chi! Denn dieser sehr kleine Deckbuilder baut auf eine gute Portion an Merkfähigkeit. Zum Glück gilt das jedoch weniger für die Regeln selbst, denn diese sind so einfach, dass sie alsbald im Kopf gespeichert sind. Dazu passt auch der gesamte Spielablauf, denn bei diesem handelt es sich um ein wirklich ruhiges Kartenspiel mit Konzentration als Hauptfokus!

Etwas gefehlt haben uns jedoch Spielerinteraktionen in den Runden, denn auch wenn das Spiel diese grundsätzlich nicht unbedingt benötigt, könnte der Langzeitspielspaß doch davon profitieren. So wie es sich präsentiert empfinden wir das Spiel eher als einen kleinen Zeitvertreib nebenbei mit wirklich nur sehr oberflächlicher Tiefe.

Gesamt also ein in sich funktionierendes und stimmiges Kartenspiel, das seinen Hauptaspekt in kleinen Gedächtnis und Deckbuilding-Elementen fokussiert! Wem solch ein Werk zusagt, der wird bestimmt Spaß darin finden, besonders auch da es für Jung und Alt gleichsam geeignet ist!

Redaktionelle Wertung:

Plus

  • gute Kombination aus Gedächtnis und Deckbuilding
  • relativ rasch erklärt und verstanden
  • im Grunde sehr ruhiges Kartenspiel für jedermann

Minus

  • neben der „Pssst“-Aktion, keine Spielerinteraktionen
  • eher für 1-2 Runden nebenbei und nichts für einen gesamten Abend - geringe Spieltiefe

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2 bis 5
Alter: ab 10 Jahren
Preis: 14,99 Euro
Erscheinungsjahr: 2025
Zubehör:

1 Regelheft (12-seitig)

160 Karten; darunter:

   - 1 "Pssst"-Karte

   - 9 Räucherstäbchen-Rundenkarten

   - 15 Tigerkarten (je 3 pro Spielerfarbe)

   - 15 schwarz-graue Voll-Verwirrt-Karten

   - 25 gelbe Energiekarten (0 Punkte)

   - 25 rote Ausgerutschtkarten (-3 Punkte)

   - 30 blaue Kombokarten

   - 40 grüne Tatzenkarten (+2 Punkte)

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