Zeitdruck, Zombies und das Zwiegespräch, quasi die drei „Z“ der Apokalypse… Und ihr auch noch mittendrin! Seid ihr bereit für den gemeinsamen, nicht gerade wenig chaotischen Kampf ums Überleben?
Please open – Dead inside!
Wer in einer zombieverseuchten Welt überleben will der braucht Waffen, Proviant und vor allem eines: Teamwork! In Staying Alive kämpfen sich die Spieler in einem von acht vorgegebenen Szenarios (oder endlosen eigenen Kombinationsmöglichkeiten) jeweils durch ein Deck aus Karten. Ist dieses durchgeackert und eines von bis zu drei möglichen Zielmodulen erfüllt, dann kann zur Flucht angesetzt werden! Doch als kooperatives Spiel verlieren alle, sobald bloß auch nur einer zurückbleibt!
Jeder Spieler besitzt Ausdauer, welche benötigt wird um gewisse Kartenaktionen zu nutzen oder aber auch als eine Art Lebenspunkt verloren gehen kann. Zum Fliehen werden oftmals einige dieser benötigt, weshalb man doch etwas sparsam mit ihnen umgehen sollte! Im Verlauf ziehen die Spieler reihum eine Karte vom Deck, nutzen bis zu zwei Aktionen und beenden den Zug wieder. Idealerweise wird man mit den Handlungen Karten los die Belastungen aufweisen und somit Ausdauer rauben würden. Manche Aktionen wie zum Beispiel das Erschießen von Zombies können oftmals nur auf benachbarte Spieler genutzt werden, auch hier ist also Teamwork gefragt.
Elemente die erschwerend hinzukommen sind einerseits eine eingeschränkte Kommunikation, da nur derjenige sprechen darf der aktuell am Zug ist und ein deutlicher Zeitdruck! Letzterer wird durch eine Sanduhr verursacht die somit Spielzüge in real-time forciert, ein Ablaufen gilt dabei automatisch als Niederlage, wobei ein erneutes Umdrehen Ausdauer kostet. Etwas mehr Taktik und Abwechslung wird auch durch diverse Rollenkarten miteingebracht, sowie den Funktionsweisen mancher Karten, die man erst im Verlauf des Spiels kennenlernt.
In Staying Alive werden also von euch gute Aufmerksamkeit und ein gewisses Kombinationsvermögen abverlangt und das während eines gewissen Zeitdrucks! Den Letzten beißen eben die Zombies.
Spieletester
Fazit
Das hat ganz schön Biss
Als Team gegen die Zombiehorden, doch als Big Boss besteht klar die Zeit, denn diese läuft euch geradezu davon! Das ist auch der Hauptreiz von Staying Alive, der Kampf gegen die Sanduhr, welche stetig Druck ausübt und zu raschen, oftmals weniger klug überdachten Spielzügen drängt. Dazu kommt, dass man die Karten anfangs kaum kennt und deren Funktionsweisen auch erstmals im Spiel herausgefunden werden müssen und schon ist das Chaos perfekt! Das kann man mögen oder nicht… Und „Chaos“ ist da auch bereits das Stichwort, denn taktische Überlegungen sind zwar gefragt, entschwinden im Durcheinander und Zeitstress aber fast vollständig, zumindest in den ersten Durchgängen; doch sind die Kartensets bereits bekannt verliert das Spiel praktisch seinen Reiz - kurz: es lebt also in gewissen Maßen vom Chaos! Das muss man einfach mögen, somit ist es gewiss nicht für jeden gedacht.
Unterschiedliche Szenarios und viele weitere, ganz nach eigenen Wünschen mögliche, Anpassungsoptionen bieten einen gewissen Abwechslungsfaktor und speziell in den ersten Partien wird man sich darüber wahrlich freuen, denn die einzelnen Runden haben es anfangs ganz schön in sich, sprich: bereitet euch auf ein wahrhaft schweres Erlebnis vor! Gut aber auch, dass die Partien angenehm kurz sind und man in einer raschen Lernkurve bald schon seine Überlebensfähigkeiten drastisch verbessert. Aber ganz egal wie ihr es auch dreht und wendet, im Mittelpunkt steht hier immer die Kommunikation! Zu wissen und sich auch zu merken welche Karten eure Kameraden auf der Hand halten ist eindeutig der Schlüssel zu jedem Sieg.
In unserer Spielegruppe gab es insgesamt gemischte Gefühle, der allgemeine Herausforderungsgeist wurde jedoch allseits geweckt! Wie sieht es mit euch aus? Stellt ihr euch der Herausforderung oder entzieht ihr euch dem Chaos lieber?
Plus
- übt stetig Druck auf die Spieler aus - großer Spannungsfaktor
- unterschiedliche Szenarios und viele weitere Kombinationsmöglichkeiten
- prinzipiell (speziell anfangs) relativ schwer
- angenehm kurze Partien
- Kommunikation im Mittelpunkt
Minus
- Chaos überwiegt klar
- je bekannter die Inhalte, desto weniger der Nervenkitzel
- stark von der Spielgruppe abhängig
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Details
1 Regelheft (16-seitig)
1 Sanduhr (90 Sekunden)
32 Ausdauerplättchen
98 Spielkarten; darunter:
- 1 Fluchtkarte
- 9 Rollenkarten
- 28 Basiskarten
- 60 Modulkarten
Statistik
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