Hidden Games - Das Krimi-Brettspiel: Wer hat Mr. Reed getötet?

Eine Stadt im Wandel, lauter werdende Stimmen und ein mysteriöser Investor namens Mr. Reed im Zentrum der Geschehnisse. Als dieser schließlich tot aufgefunden wurde drängen sich unzählige Fragen auf die es zu beantworten gibt, zum Glück habt ihr mit euren detektivischen Fähigkeiten gerade Ressourcen frei.

Ein Kriminalfall in sieben Akten

Hidden Games - Das Krimi-Brettspiel: Wer hat Mr. Reed getötet? behandelt grundsätzlich ein einziges Detektivabenteuer, jedoch verteilt auf sieben getrennte Szenarien. Wie in den meisten solcher Spiele gilt es Hinweisen zu folgen, Details im Hinterkopf zu behalten und dabei am Ende jedes Szenarios eine Hand voll Fragen zu beantworten, mit der großen Finalfrage des Mörders von Mr. Reed.

In dieser Box findet ihr einen breiten Spielplan, der sich von Szenario zu Szenario durch „Puzzlesteine“ verändert, unter dem Einfluss des milliardenschweren Mr. Reed. Diese Veränderungen wirken sich aber auch auf die Einheimischen aus, für manche im positiven, für andere im negativen Sinne. Neben dem Spielbrett erhaltet ihr in jedem Szenario Karten, auf denen es den einen oder anderen Hinweis zu finden gibt, sowie Verdächtige und Audioplättchen. Besonders der Audioaspekt ist in diesem Werk stark vertreten, denn online über eine Homepage werdet ihr Aussagen von Verdächtigen, aber auch Aufnahmen aus Gesprächen analysieren und so mehr und mehr über die Einwohner und Mr. Reed erfahren. Dabei stellen sich sämtliche dieser Audioinhalte als recht kurz dar, meist nur ein oder zwei Sätze pro Datei, mit dem Kernaspekt Stimmen wiederzuerkennen und zuzuordnen.

Über eben sieben Szenarien hinweg ergibt sich so also ein Gesamtbild zu den einzelnen Verdächtigen, etwaige Motive und natürlich erfährt ihr auch mehr über Mr. Reed selbst. Durch die Unterteilung in mehrere Abschnitte kann das detektivische Abenteuer auch nach jedem Kapitel pausiert und an einem anderen Tag fortgesetzt werden, ein sehr nettes Feature bei einem recht langen Detektivspiel von mindestens drei Stunden.

Zum Abschluss jedes Szenarios begleitet euch aber auch noch ein Auflösungsheft mit ebenso Audio untermalter Erzählstimme eines Detektivs, man kann sich in diesem Abenteuer wirklich zurücklehnen und die Erzählung genießen.

Spieletester

Fazit

Fall gelöst! Zeit für den Bericht:

In dieser Box voller detektivischer Rätselaufgaben hat uns besonders der Fokus auf die Audiokomponenten und Pseudo-Puzzleelementen gefallen, durch die sich das Spielbrett ständig wandelt und die aktuellen Geschehnisse miteinbindet. Auch wenn die Stimmen der einzelnen Personen teils sehr überspitzt und humoristisch gestaltet wirken, tragen diese dennoch gut zur Geschichte bei und man kann sich in diesem Abenteuer größtenteils zurücklehnen und den Geschehnissen entspannt und ohne allzuviel Anstrengung der grauen Zellen nachgehen. In diesem Zusammenhang spielt auch die Spieleranzahl kaum eine Rolle, da sich das meiste als allgemeines Erlebnis via Audiokomponente abspielt und größtenteils nur die Deutung des Gehörten eine Rolle spielt.

Auch eine nette Idee ist die Aufteilung in sieben Szenarien, die zwar zusammenhängen, jedoch nacheinander absolviert werden müssen. Auf diese Art gliedert sich das eher lange Abenteuer in mehrere Kapitel mit jeweils anderen zentralen Storyelementen und kann (theoretisch) demnach auch pausiert werden – empfehlen würden wir dies jedoch nicht, zumindest nicht für zu lange Zeit, denn bei einem Neustart muss einerseits relativ viel neuaufgebaut werden, aber auch die Stimmen der einzelnen Personen sowie kleine Nebeninformationen werden dann eventuell nicht mehr so ganz gefestigt in eurem Kopf herumschwirren.

Wirklich gestört hat uns aber nur ein Faktor in diesem Spiel, und zwar die teilweise sehr storyfernen Abschlussfragen. Diese sind zwar zumeist gut zu beantworten, aber immer mal wieder absolut irrelevant für den Kern der Geschichte. Ansonsten gilt, wie bei praktisch allen Detektivspielen und Escape Rooms, dass man es nur einmal effizient Spielen kann, da danach eben die Story bereits bekannt ist.

Redaktionelle Wertung:

Plus

  • netter Fokus auf Audiokomponenten und Pseudo-Puzzleelementen
  • eher gemütlicher als anstrengender Rätselspaß
  • Aufteilung in mehrere Szenarien – kann theoretisch pausiert werden

Minus

  • bei längerer Pausierung geht gewiss einiges an Information verloren
  • manche Fragen recht fern der Geschichte
  • nur einmal effektiv spielbar

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 1 bis 4
Alter: ab 14 Jahren
Spieldauer: 180 bis 240 Minuten
Preis: 29,99 Euro
Erscheinungsjahr: 2024
Verlag: Hidden Games
Grafiker: Hidden Games
Zubehör:

1 Regelbogen (doppelseitig)

1 Storybook (32-seitig)

1 Ermittlerposter

1 Notizzettel (doppelseitig)

1 Spielbrett (Stadtkarte)

14 Verdächtigenbilder

38 Puzzleteile (Stadtkarten-Elemente)

47 Audiomarker

54 Ereigniskarten

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