Gem Forge

Wir lassen bunte Edelsteine über eine kleine Rutsche in die Mine purzeln, fischen sie im richtigen Moment heraus und schmieden daraus glänzende Schmuckstücke. Wer seine Aktionen klug timt und die Sonderkarten gezielt einsetzt, erreicht zuerst die magischen zwanzig Punkte.

Wie spielt es sich?
Wir führen pro Zug genau zwei von potenziell fünf Aktionen aus: Edelstein nehmen, Edelstein auf ein Schmuckplättchen legen, Edelstein abwerfen, Sonderkarte ziehen oder eine Sonderkarte spielen. Die Quelle der Edelsteine ist eine 3D-Rutsche im Pop-up-Spielplan – dadurch entsteht eine kleine Ressourcen-Warteschlange. Wir sehen also, welche Edelsteine als Nächstes verfügbar sind, und können unsere Züge clever an Bedarf und Angebot anpassen. Die Steine landen zunächst in unserem Minenwagen; der fasst maximal drei Edelsteine, weshalb wir zwangsläufig gelegentlich Steine zurücklegen müssen, um Platz zu schaffen.

Alternativ (und meist sinnvoller) platzieren wir die Edelsteine passend auf die Aussparungen unserer Schmuckplättchen. Vollendete Plättchen bringen Punkte, blaue Set-Karten geben zusätzliche Boni.

Die Sonderkarten würzen den Ablauf, beschleunigen eigene Pläne oder bremsen die Konkurrenz, ohne den Grundfluss aus „Kristalle holen und Schmuck schmieden“ zu sprengen.

Das Spiel endet sofort, sobald ein Spieler 20 Punkte erreicht hat. Dieser hat gewonnen!

Tempo und Interaktion
Wir planen Wege zu Vier- und Fünf-Edelstein-Rezepten, halten unseren Vorrat im Blick, beweisen das richtige Timing, wenn die Rutsche passende Farben liefert, und setzen Extras gezielt ein. Das Tempo bleibt hoch, weil Züge kurz sind und wir während der Züge der anderen grob vorplanen können. In der Regel bleibt jede Partie bis zum Schluss spannend. Erreicht jemand die Punkteschwellen (5, 10 und 15), erhalten alle übrigen mit weniger Punkten eine Bonuskarte – niemand wird abgehängt, das Wettrennen bleibt eng.

Interaktion entsteht zum einen über weggeschnappte Steine, zum anderen über taktisch gespielte Sonderkarten.

Spieletester

27.03.2026

Fazit

Das Grundprinzip von Gem Forge ist solide: Schmuck schmieden, Punkte einsacken, Bonuskarten nutzen – gut, aber unspektakulär.

Die eigentliche Innovation ist der 3D-Berg als Kristallquelle. Jedes Mal, wenn wir unten eine Murmel ziehen, rollen die übrigen nach. Das sieht stark aus und ergibt mechanisch Sinn, weil wir vorausahnen, was als Nächstes kommt. In unserer Ausgabe hakt der Berg allerdings: Oben ist es etwas eng, Murmeln bleiben hängen und müssen angestupst werden. Unten fängt der Knick ebenfalls gelegentlich Kugeln. Laut Anleitung soll das Spielbrett zunächst "überdehnt" werden. Das hatten wir gemacht, aber die Probleme bestanden dennoch.

Das ist insgesamt kein Game-Breaker, aber der „Wow“-Effekt des "aus dem Spielfeld wachsenden Bergs" verpufft etwas. Unterm Strich: solides Spiel mit klarem Alleinstellungsmerkmal – vorausgesetzt, der Berg läuft sauber.

Redaktionelle Wertung:

Plus

  • einfaches Spielprinzip ist schnell verstanden
  • wenig Downtimes
  • auch für Vielspieler dank Taktikkarten interessant
  • Punkteschwellen-Bonuskarten verhindern, dass ein Spieler abgehängt wird
  • 3-D Berg als Quelle ist ein echter Hingucker, aber...

Minus

  • wenn der 3-D Berg nicht 100% funktioniert, verfliegt die Faszination
  • Grundidee wenig innovativ

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: 20 bis 40 Minuten
Preis: 28,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2025
Verlag: Elznir Games
Grafiker: Oleg Proshin
Genre: Strategie
Zubehör:

1 Spielregel
1 3D-Spielplan zum Ausklappen
34 Sonderkarten
40 Edelsteine (10 je Farbe gelb, rot, blau, grün)
4 Lore-Plättchen
36 Schmuck-Plättchen

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