Wir jagen mit Hütehunden über eine offene Weide, sammeln fette Schafskarten ein und nutzen Raketen-, Rutsch-, Blockier- und Bombenschafe, um die Herden der anderen durcheinanderzubringen. Nach drei Runden gewinnt, wessen Herde die meisten Punkte zählt (trotz Wölfen und Kettenexplosionen).
Bewegen, auslösen, Punkte sichern
Wir legen zu Beginn eine Weide als Raster aus Karten aus. Mit zwei bis vier Spielern entsteht ein sieben-mal-sieben großes Feld, zu fünft oder sechst ein neun-mal-neun großes Feld. Reihum ziehen wir unseren Hund orthogonal auf eine angrenzende Karte und führen deren Effekt aus: Grüne Schafskarten wandern verdeckt in unsere Herde und zählen am Rundenende Punkte. Aktionskarten verändern das Feld oder unsere Position. Mit dem Raketenschaf springen wir zum Beispiel zwei Felder weit, das Rutschschaf zwingt uns zum Weiterrutschen, das Blockierschaf sperrt eine grüne Karte, der Wolf versetzt einen gegnerischen Hund um ein Feld, und das Bombenschaf sprengt alle benachbarten Karten und kann so ganze Bereiche aus dem Spiel reißen. Wichtig: nicht in eine Sackgasse laufen.
Geblockte oder weggesprengte Figuren scheiden sofort aus der laufenden Runde aus, ihre bisher gesammelten Punkte bleiben jedoch erhalten. Eine Runde läuft, bis nur noch eine Person ziehen kann. Diese erhält anschließend zwei Bonuszüge. Danach wird gewertet: jedes gesammelte Schaf plus eins, jeder Wolf minus eins.
Spielende und Variation
Nach drei Runden gewinnt der Spieler mit der höchsten Gesamtsumme. Für zwei Spieler gibt es die „Double-Trouble“-Variante mit je zwei Hunden. Hier steuert jeder gleich zwei Hütehunde, was den Verkehr auf der Weide merklich dichter macht.
Spieletester
Fazit
Raketenschafe, Bombenschafe, der böse Wolf – wenn das nicht die Zutaten für großen Spielspaß sind. Sheep Showdown nimmt sich mit Grafiken und Karten herrlich wenig ernst, bietet aber durchaus taktische Herausforderungen. Das ständige Platzieren des eigenen Hütehundes und das Blockieren der gegnerischen bei gleichzeitigem Punktemaximieren geht nicht „nebenher“.
Das Regelblatt ist gut erklärt und die Kartentexte sind komplett sprachneutral, wodurch der Ablauf nach wenigen Zügen sitzt und die Partien angenehm flott werden.
Nur in größerer Spielerzahl nimmt die Downtime spürbar zu. Nie tragisch, es wird nicht langweilig, aber zu viel, um noch wirklich „fluffig“ zu bleiben. Drei bis vier Spieler sind nach unseren Erfahrungen optimal.
Plus
- witzige Idee und Grafiken
- taktisch ansprechend
- schnelle Rundenzeit lädt zum Nochmalspielen ein
Minus
- Wartezeiten nehmen mit mehreren Spielern zu sehr zu
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Details
81 Karten
6 Holz-Hunde
1 Anleitung
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