Die Alpen, maßgeblicher Höhenzug in Mitteleuropa. Eine breite Faune und Flora ist hier beheimatet. Alpino beschäftigt sich rein mit den tierischen Bewohnern der Alpen, wobei großteils seltene Arten als Protagonisten auftreten.
Teilweise geheimes Ziel
Im Lauf des Spiels wollen wir zusammenhängende Gruppen von Tieren bilden. Das ist leichter gesagt als getan, denn die Bauregeln sind ganz andere: Baue zusammenhängende Farbgebiete! Bausteine sind dominoartig aufgebaut, also 2x1 Felder groß, mit unterschiedlichen Hälften. Es gibt diverse Kombinationen von Farben und Tieren, neben Tieren sind aber auch Seen zu sehen. Letztere haben eine Art Regenbogen als Farbe, sind also Joker, die alles verbinden.
Apropos Joker: Vor dem Start hat jeder Spieler ein Favoritenplättchen zugeteilt bekommen. Dieses zeigt zwei Tiere, allerdings auf Jokerhintergrund. Favoritenplättchen benötigen wir am Spielende.
Bock auf den Alpenbock?
Am Beginn jeder Runde werden einige Bausteine offen ausgelegt, stets mehr als Spieler teilnehmen. Wer an die Reihe kommt, darf einen der ausliegenden Bausteine neben und in seine persönliche Auslage einbauen. Wenigstens eine Hälfte muss so zu liegen kommen, dass sie orthogonal an eine gleichfarbige Bausteinhälfte (oder einen Joker) angrenzt. Ob auf den beiden Hälften z.B. zwei Steinböcke zu sehen sind, oder ein Murmeltiere und ein Alpenbock, ist völlig egal. Wer in die Verlegenheit kommt nichts passend anlegen zu können, kann das Plättchen umdrehen, wodurch es zwei Joker-Hälften mit See zeigt.
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Wie gesagt liegen mehr Plättchen aus, als Spieler teilnehmen. Der Startspieler der Runde übernimmt nun die Aufgabe, die übriggebliebenen Bausteine in potentielle Punkte zu verwandelt. Er entscheidet sich für eine Hälfte und schiebt den Baustein unter das gleichlautende Punkteplättchen, wodurch die Tiere immer wertvoller werden.
Der Vorrat ist aufgebraucht!
Ist das letzte Plättchen verbaut, oder besser gesagt zu den Punkteplättchen gewandert, fügt man noch sein geheimplättchen zu seiner Auslage hinzu. Dann erfolgt die Wertung. Für jedes Tier bzw. für Seen wird überprüft, welcher Spieler (das können auch mehrere sein) das größte, zusammenhängende Gebiet dieses Typs in seiner Auslage hat. Dieser, und nur dieser Spieler erhält die Punkte für die entsprechende Kategorie. Wer in Summe die meisten Punkte erhält, hat gewonnen.
Spieletester
Fazit
Alpino ist flott gespielt, nach acht oder neun Runden, in denen man je ein Plättchen legt, ist es auch schon wieder vorbei! Während man zu zweit recht bald weiß, in welche Richtung die Mehrheiten gehen, wird es mit immer mehr Spielern immer überraschender, wer am Ende in den einzelnen Kategorien die Nase vorn haben wird. Mit ähnlichen Auslagen bin ich einmal ganz vorne, einmal ganz hinten im Klassement zu finden. Insofern ist das Spiel für engagierte Taktiker weniger geeignet, vielmehr richtet es sich an Familien. Für die ist auch das Spielmaterial bestens geeignet (dicke, stabile Plättchen).
Was ich etwas kurios finde: Das Spiel ist für ein bis fünf Spieler angepriesen, die Anleitung erklärt aber nur den Ablauf für zwei bis fünf. Zwecks Solospiel ist nur ein Verweis auf die Verlagshomepage, dass es dort Soloregeln zum herunterladen gibt.
Der Ablauf ist hier ähnlich wie oben beschrieben, allerdings sind die Geheimplättchen jetzt Aufträge, die man während des Spiels erfüllen muss. Außerdem werden die Kategorienpunkte mit den Auslagegrößen multipliziert.
Plus
- stabiles Spielmaterial
- auch solo spielbar
Minus
- Soloregeln nur als Download
- leichte unterschiedliche Gewinnchancen durch anfangs blind aussortierte Plättchen möglich
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Details
40 Alpinoplättchen
10 Geheimplättchen
6 Punkteplättchen
1 Startspielerplättchen
1 Spielanleitung
Statistik
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