"Rausnehmen", lautet die erste Anweisung von S. (noch nicht ganz 3 Jahre) und er meint damit, den Würfel aus der Plexiglaskugel zu befreien.
Gleich darauf hat er aber (teilweise) verstanden, wozu der Kullerwürfel taugt...
Elefant, Schaf und Katze zeigt der eingesperrte Würfel.
Wird er auf dem Boden gerollt, kriecht S. (2 Jahre und 8 Monate) gemütlich dahinter her und bringt (manchmal) den Kullerwürfel mit dem rollgewürfelten Symbol zurück. Das entsprechende Holztier (Katze) zieht sofort in eines der drei Häuser ein und wartet nun auf Besuch der anderen Tiere, die verdeckt als kleine runde Plättchen auf dem Boden liegen. Wird neuerlich die Katze gerollwürfelt (unsere eigenen beiden Katzen Tippy und Nighty haben sich schon lange verkrümelt) deckt der aktive Spieler ein verdecktes Tierplättchen auf, benennt es (Frosch), macht ein passendes Geräusch (Quak, Quak) und legt es als Besuch zur Katze ins Haus. Ist ein Haus mit vier Besuchstieren voll, endet das Spiel 1 "Wer besucht wen?" mit Schwerpunkt Motorik.
Spiel 2 heißt "Huhu, wo steckst du?" und ist ein klassisches Memory. Die drei Häuser werden komplett befüllt, die Spieler prägen sich die Besuchstiere gut ein und verdecken sie dann. Der Kullerwürfel gibt das Haus vor in dem nun ein verdecktes Plättchen benannt werden soll. Richtig gemerkt bleibt es offen liegen, falsch geraten wird es wieder verdeckt. Sind in einem Haus alle vier Tierbesucher aufgedeckt, endet diese Variante.
Auch L. (2 Jahre und 3 Monate) ist vom Würfel begeistert, der Sinn des Spiels konnte von ihr aber auch nocht nicht erfasst werden.
Spiel 3 nennt sich "Wer bin ich?" und nennt die Sprache als Förderschwerpunkt. Es eignet sich nur für zwei oder drei Kinder, denn jeder Spieler bekommt sein eigenes Haus und versucht, es möglichst rasch mit Gasttieren zu befüllen. Ein Tier kommt zu Besuch wenn man es durch gezielte Fragen von einem Mitspieler erobert. Beispielfragen sind etwa "Hat dein Tier lange Ohren?" oder "Ist es ein Hase?". Bekommt der fragende Spieler ein "Ja!" darf dieses Kinder weiter gefragt werden. Bei "Nein!" ist der nächste an der Reihe, auch dann, wenn man ein Tierplättchen bekommen hat.
Spieletester
Fazit
Hingucker und Aufhänger für das ganze Spiel ist der Kullerwürfel.
Er rollt gut und es ist angeraten, ihn auf dem Boden zu verwenden. Ob er die Belastung eines darauf stolpernden Kinderfußes aushalten würde haben wir nicht getestet. Schließlich soll der Kullerwürfel noch lange gute Dienste erweisen.
Leider ist der Kullerwürfel auch Aufmerksamkeitsvampir, der Rest des Materials ist schön, geht aber trotzdem etwas unter.
Die kleine Spielesammlung mit drei Varianten ist für knapp über 20.- Euro zu haben. Vielleicht etwas teuer für die doch beschränkte Nutzungsdauer (altersbedingt), aber das Spielmaterial nutzt sich nicht ab und kann immer wieder an die passende Altersgruppe weitergereicht werden.
Plus
- sehr nettes Spielmaterial, teilweise aus Holz
- der Kullerwürfel ist ein Hingucker und Weitroller
Minus
- ab 2 Jahre ist einfach zu niedrig angesetzt
- sehr beschränkte Nutzungsdauer pro Kind
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Details
1 Kullerwürfel mit 3 Tiermotiven (Elefant, Schaf und Katze)
3 Häuser
3 Holz-Tiere (Elefant, Schaf und Katze)
12 runde Tierplättchen
Spielanleitung
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