The Dark Knight

Was kommt und was läuft in den Kinos?

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Poes_Rabe
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The Dark Knight

Beitragvon Poes_Rabe » Mittwoch 27. August 2008, 23:06

So, jetzt hab ich nach der Sichtung im engl. Original am Premierentag im Artis in der deutschen Fassung endlich alles verstanden, was mir am Donnerstag noch sprachverschlüsselt war (unglaublich, was Christian Bale, Morgan Freeman und Michael Caine zusammennuscheln !!!), und komme jetzt endgültig zu folgendem Schluss:

Als die Fortsetzung angekündigt war, fragte zumindest ich mich, wie Christopher Nolan sein Meisterwerk "Batman Begins" noch toppen will. Fazit: Er hat es nicht getoppt... aber er wurde auch nicht schlechter. "Batman Begins" und "The Dark Knight" sind beide :movie5

Wie erwartet: Schön düster, Bruce Wayne schizophren wie sich's gehört, Morgan Freeman und Machael Caine muss man nicht mehr loben, und Maggie Gyllenhaal als Rachel Dawes liegt grob geschätzt drei Galaxien über Katie Holmes, was aber - seien wir ehrlich - keine Herausforderung ist. Verdammt, eine Holzpuppe spielt besser als Mrs. Cruise. Und ist auch sexyer... (gibt's das Wort? Auch egal.)

Das große Gadget aber - und da kann ich mich den allgemeinen Lobeshymnen nur anschließen - ist und bleibt Heath Ledger als Joker. Nolans / Ledgers Joker ist kein Bad Guy... er ist eine Naturgewalt !!! Was man sich dabei nicht erwarten darf, ist ein Evil Overlord Masterplan wie in Ra's Al Ghul in Batman Begins hatte. Ich will jetzt nicht zuviel verraten (denn eine Handlung hat das ganze schon, sogar eine ziemlich Gute, der Joker ist nicht einfach nur böse und das war's), aber Nolan selbst beschreibt die Figur aus einer Mischung aus "Kriminelles Genie" und "Verzogenes Kind", und das triffts ziemlich genau auf den Punkt.


Fazit: Unbedingt Anschauen. Definitiv der Film des Jahres !!!

(Ich glaub, abgesehen von "Batman Begins" und "Casino Royale" hab ich noch auf keinen DVD-Release so ungeduldig gewartet...)
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Re: The Dark Knight

Beitragvon nagna » Donnerstag 28. August 2008, 04:40

Ich fand ihn ok, aber der Hype, der darum gemacht wird, ist auch nicht verständlich.
Der Joker ist toll, keine Frage.
Aber mir ist der Film zu langatmig und hat mir zuviel Firlefanz an Nebengeschichten, dass mir der Film zu langatmig wird.

lg Nagna :)
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Re: The Dark Knight

Beitragvon methos » Donnerstag 28. August 2008, 07:36

so habe gestern den film mal auf deutsch gesehen
hier mal meine inputs

1: der film müsste auf The Joker + Nebencharaktere lauten (H.L. spielt das ganze esemble an die wand)
2: der joker ist boese
3: der joker ist genial
4: tolle action
5: tolle schauspieler bis in die nebenrollen hinein
6: war zuerst von batman enttaeuscht (figur und darsteller leistung) und habs als schwach empfunden was da geboten wurde, habe aber im nachhinein darüber gegrübelt, und die leistung von C.B. ist sogar gut - nur verblasst sie neben H.L zu einer laienschauspielerleistung
7: auf grund seiner todes ist H.L der favorit für den oscar
8: mrs cruise spielt nicht mit, juche!!
9: wer spielt den joker im nächsten film?
10: hype ist übertrieben- the dark knight ist auf jeden fall ein toller film, aber so wie ihn viele amis sehen (als bester film aller zeiten) ist er bei weitem nicht

ergo

überdurchschnittlicher film, mit einem joker

wertung:
ohne H.L 4 von 5 sternen
mit H.L. ohne zweifel 5 von 5 sternen

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Re: The Dark Knight

Beitragvon Poes_Rabe » Donnerstag 28. August 2008, 16:21

aber der Hype, der darum gemacht wird, ist auch nicht verständlich.
Dazu möcht ich sagen, dass ich bei solchen Filmen den Hype zur Kenntnis nehme, aber komplett abschalte, wenn ich den Film selbst sehe. Dass ich den Film sehen will, war mir bereits klar, als bekannt wurde, dass Chris Nolan "seinen" Batman weitermacht. Der Mann ist einer meiner Regielieblinge, und er hat mit "Batman Begins" gezeigt, dass er die nötige Stimmung treffen kann.

Außerdem ist es bei diesem Film ja so gewesen, dass der Hype nicht wie z.B. 1996 bei Independence Day von den Medien schon veranstaltet wurde, als der Film noch nicht mal im Kino war, sondern "The Dark Knight" hat in den USA alle Rekorde gebrochen, und DANN ging bei uns das Getöse los, wie großartig der Film doch sein muss.

Und nein, ich denke nicht, dass ein solcher Film Kult- und "Must See" - Status dadurch erwirbt, dass einer seiner Darsteller stirbt, kurz nachdem der Film fertig ist. Eine Fortsetzung von einem Erfolgsfilm wie "Batman Begins" hat so etwas schlicht nicht nötig. Und dass Heath Ledger den Joker grandios gespielt hat, hab' ich schon gehört, als der Mann noch am Leben war.
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Re: The Dark Knight

Beitragvon Arno Steinwender » Donnerstag 28. August 2008, 21:11

Wenn er bei der Pause aus gewesen wäre, hätte es gepasst! Aber so zaht er sich ewig dahin! *gäähn*

Nicht schlecht, aber für mich einfach unnötig lang!

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Re: The Dark Knight

Beitragvon jumpwalker » Freitag 27. Juli 2012, 20:58

THE DARK KNIGHT RISES!

Ich verweigere mich ein wenig dahingehend, in einem spieletest-Forum Filmkritiken zu posten -> daher nur so viel: wer die ersten beiden Teile mochte und genügend Sitzfleisch hat, die 164minütige Laufzeit durchzuhalten, darf den Abschluss der Trilogie unter keinen Umständen verpassen. Achtung: wer sich über die Originalfassung traut, sei davor gewarnt, dass man den Oberschurken Bane - dem eine Menge wirklich guter und einprägsamer Textzeilen geschrieben wurden - unter seiner Atemmaske akustisch teilweise nur sehr schwer verstehen kann. Ansonsten: "Kino - dafür werden Filme gemacht". Und ganz besonders solche Filme wie dieser.

:movie5

Anmerkung für Poes_Rabe: Hans Zimmer in Hochform. Nach "Sherlock Holmes" und "Inception" das nächste Meisterstück! Steckt zwar klarerweise viel vom ersten und auch ein wenig vom zweiten Teil mit drin, aber dennoch - wenn der Mann gut drauf ist, kann ihm kein Filmmusik-Komponist das Wasser reichen.
Und Chris Nolan spielt ohnehin nach wie vor und mehr denn je in einer eigenen Liga.
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Re: The Dark Knight

Beitragvon Philipp Stoklassa » Dienstag 31. Juli 2012, 12:10

Gestern ebenfalls in OV gesehen und muss sagen: Wieder ein super Film Marke Nolan. Nicht sein bester, aber das heißt bei Nolan noch lange nichts ;)

Und ohne zu spoilern: Das Ende hätte man unmöglich besser gestalten können und lässt einem mit dem Gefühl das Kino verlassen, dass sich die lange Laufzeit ausgezahlt hat. Großartig!

Das einzige was einem nach dem Film traurig stimmt ist, dass dies der letzte Batman-Nolan war, obwohl das Ende so viel Potential für einige Nachfolger und Spinoffs hat. Aber wie heißts doch so treffend, man soll aufhören wenns am schönsten ist. Und vielleicht nimmt sich ja ein anderer Regisseur dem Stoff an, gibt da ja noch durchaus ein paar talentierte Leute da draußen.

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Re: The Dark Knight

Beitragvon jumpwalker » Dienstag 31. Juli 2012, 13:01

Und vielleicht nimmt sich ja ein anderer Regisseur dem Stoff an
Ich hoffe nicht, dass das passiert! Der Trilogie hat das Ensemble (Nolan, Bale, Oldman, Caine, Freeman) so sehr seinen Stempel draufgedrückt, dass jeder Versuch, das Ding neu zu beleben, eigentlich nur schiefgehen kann. Und genau so hoffe ich, dass es nicht zu irgendwelchen unsäglichen Spin-Offs oder Prequels kommt.

Was mir aus (semi-beruflichen :grin: ) Gründen jedoch wirklich fehlt: eine vernünftige Brettspiel-Umsetzung zu diesem Thema. Gäbe jedenfalls ordentlich etwas her...
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Re: The Dark Knight

Beitragvon Philipp Stoklassa » Dienstag 31. Juli 2012, 18:25

Kann da jetzt leider nicht weiter drüber diskutieren und in die Tiefe gehen, ohne ganz wild in der Gegend rumzuspoilern ;) Aber Tatsache ist, es wird früher oder später weitere Batman-Filme geben, und warum nicht einen ganz neuen Weg gehen, und die Welt dafür hernehmen, die Nolan mit der Trilogie hinterlassen hat. Und z.B. eine Joseph Gordon-Levitt hat sich ja direkt aufgezwängt, also warum nicht ein weiterer Batman-Film mit ihm? Und auch eine Anne Hathaway hat als Catwoman überzeugen können.

Natürlich bedarf es einem Regisseur der Gespür dafür hat, einen Zack-Snyder Batman könnte ich mir da zB sehr gut vorstellen (auch wenn er es nicht machen wird, weil schon Superman), und ein David-Fincher Batman wäre wahrlich die Krönung :)
Träumen wird man da ja wohl noch dürfen ;) Und einem Ramsch-Regisseur wird WB Batman sowieso nie wieder in die Hand legen.

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Re: The Dark Knight

Beitragvon jumpwalker » Dienstag 31. Juli 2012, 19:09

und ein David-Fincher Batman wäre wahrlich die Krönung
DAS lasse ich allerdings gelten! Der könnt' sowas möglicherweise wirklich "derheben"!

In der Zwischenzeit freue ich mich auf den ersten Daniel Craig-Bond, bei dem Mr. Nolan Regie führt! Das wär' eine echt coole Sache.
Wetten, ob das jemals klappt oder nicht, werden gerne entgegengenommen (wenn man "Inception" von aller SF-Thematik entkernt, hat man im Grunde ohnehin einen Bond-Film). Das ist halt mein Zugang zu "träumen wird man noch dürfen" :grin:
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Re: The Dark Knight

Beitragvon Simon Kriese » Dienstag 31. Juli 2012, 20:49

Ich sehe mich dazu genötigt, den neuen 'Dark Knight' von einer anderen Seite zu beleuchten. Prinzipiell, bevor ich mir Feinde mache: ja, der Film ist über seine knapp drei Stunden unterhaltsam und ich würde ihn sicherlich nicht als in irgendeiner Weise schlecht betiteln. In der Art der beiden Vorgänger überzeugen konnte er mich allerdings nicht. Dazu hat viel charakterliche Tiefe gefehlt, die bei derart vielen neuen wichtigen Charakteren nötig gewesen wäre. Außerdem ist das komplette Filmtiming im gegensatz zu den Prequels beschleunigt worden und dadurch geht, in meinen Augen, etwas diese spezielle Nolan-Batman-Atmosphäre auf Kosten von mehr Hollywood-Action verloren. Außerdem ist die Synchronisation nicht sonderlich gut geraten, so richtig böse will mir Bane einfach nicht erscheinen.

Also mein Fazit: netter Kinoabend, der sicherlich ein wenig aus dem Einheitsbrei herauszustechen weiß, aber eben nur ein wenig. Keine Konkurenz zu 'Batman Begins' und 'The dark Knight'.
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Re: The Dark Knight

Beitragvon Philipp Stoklassa » Dienstag 31. Juli 2012, 23:34

Du machst dir keine Feinde, sehe das ähnlich.
Und für einen Batmanfilm hatte auch Batman (zumindest gefühlsmäßig) zu wenig Screentime und Bale hat es wieder nicht geschafft (wie im zweiten Teil) den Fokus auf sich zu ziehen, dafür waren einfach die Nebenfiguren zu stark. Und irgendwie konnte man zu keiner der Figuren wirklich eine Beziehung aufbauen, im Prinzip waren einem alle ziemlich egal. Werde mir die mal alle im Tripple-Feature gönnen, vllt ändert sich das ja dann :)

Also der Film ist weit davon entfernt perfekt zu sein, das ist keine Frage. Zur Synch kann ich nix sagen, hab noch nichtmal einen Trailer auf Deutsch gesehen, aber ich hab schon von einigen Leuten gehört dass die ziemlich "Porno" sein soll (also im negativen Sinne ;) ).

@Jumpwalker: Weiß nicht ob ich mich über einen Nolan-James Bond freuen würde, sicher wäre es ein guter Film, aber zumindest vom Trailer her dürfte der neue Mendes-Bond genau in die richtige Richtung gehen, eine gute Mischung aus Casino Royal und den alten Bonds. Eineb Nolan-Bond stelle ich mir irgendwie zu bieder vor... warum auch immer... Ich glaube einfach nicht dass er der Reihe etwas hinzufügen kann was ihr noch fehlt, da soll er lieber großartige eigene Filme machen.

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Re: The Dark Knight

Beitragvon jumpwalker » Mittwoch 1. August 2012, 06:05

Außerdem ist die Synchronisation nicht sonderlich gut geraten
Oh ja!!!! Ich hab den Film mittlerweile auch in der deutschen Fassung gesehen und muss leider bestätigen, dass die Synchronisation wirklich komplett den Bach runter gegangen ist. Bane ist da sicher eines der Hauptprobleme. Hier hat man seine Bedrohlichkeit, die klarerweise hauptsächlich seiner Stimme entstammt, völlig der akustischen Verständlichkeit geopfert. In der Originalversion geht einiges von dem, was er sagt, hinter seiner Maske verloren - aber WIE er es sagt, das ist großes Kino. Und das ist in der deutschen Fassung überhaupt nicht mehr enthalten.

Auch die - wenigen - witzigen Dialoge und Anspielungen, die in der Originalfassung enthalten sind, kommen in der deutschen Version überhaupt nicht rüber.

Und Christian Bale, der ja in seinem Batman-Kostüm mit völlig veränderter Stimme spricht (und zurecht stolz darauf ist, dass diese Stimme tatsächlich seine eigene und nicht elektronisch verfremdet ist) schafft sich damit eine sehr starke Präsenz, die der Synchronsprecher überhaupt nicht zu leisten imstande ist. Der Qualitätsabfall ist auch ganz stark bei Michael Caine zu merken, der ja im Original mit einem extremen Cockney-Akzent (ich nehme zumindest an, dass es sich dabei um Cockney handelt) daherkommt.
Und für einen Batmanfilm hatte auch Batman (zumindest gefühlsmäßig) zu wenig Screentime und Bale hat es wieder nicht geschafft (wie im zweiten Teil) den Fokus auf sich zu ziehen, dafür waren einfach die Nebenfiguren zu stark.
Nun, die Ensemble-Leistung macht Nolan-Filme mittlerweile aus. Das war bei "Memento" noch nicht so, aber bei "The Prestige" und "Inception" ist es nicht mehr so einfach möglich, DEN Hauptdarsteller auszumachen. Nolan schreckt halt nicht davor zurück, eine Menge hochkarätiger Schauspieler mit an Bord zu holen und scheut sich auch nicht, sie entsprechend ihrer Qualität in Szene zu setzen.

Klar, es ist ein "Batman"-Film und bei Comic-Verfilmungen dieser Art ist man üblicherweise gewohnt, daß der Held auch tatsächlich den Film dominiert und die meiste Screentime hat. Das war aber auch bei den ersten beiden Teilen nicht der Fall (bei "Dark Knight" noch weniger als bei "Batman Begins", aber das liegt in der Natur der Sache).

Und nicht zu vergessen: "Batman Begins" lief bei uns vor sieben Jahren in den Kinos an und die Herangehensweise an das Thema war damals völlig neu und unerwartet. Mittlerweile ahnt man, was man vorgesetzt bekommt, sobald man in einen Batman/Nolan-Film geht und wird von den Vorgängen auf der Leinwand nicht mehr komplett überrollt. Dadurch verlieren Filme (jedenfalls für "Kino-Profis", die öfter als fünfmal jährlich ins Kino wandern) notgedrungen ein wenig an Wirkung.

PS: Ich wundere mich jetzt selbst über mich, dass ich mich so intensiv über diesen Film austausche - aber mit Euch beiden hab ich ja offenbar zwei interessierte Gesprächspartner.
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Re: The Dark Knight

Beitragvon Philipp Stoklassa » Donnerstag 2. August 2012, 00:39

Batman geht auch während des Films nicht sonderlich -aber zeitweise doch - ab. Aber im Nachhinein denkt man sich dann halt schon, dass man da fast 3h im Kino sitzt und nur eine handvoll Szenen mit Batman in Erinnerung hat.
Ich habe mich nach Verlassen des Kinos sogar gefragt, ob der Film nicht auch funktionieren würde, wenn man Batman - überspitzt gesagt - einfach komplett weglässt oder austauscht. Und ich denke - was bei anderen Comicverfilmungen undenkbar wäre - das würde es sogar. Kehrt er nicht zurück, rettet Gotham eben wer anderer, würde den Film eventuell kürzer machen, aber ein Teil der Story würde noch immer funktionieren. Bei Thor, Captain America (die beide zugegeben Origin-Stories waren), Iron Man, usw, und sogar bei den Vorgängern wäre das nicht möglich gewesen.

Stellt sich die Frage, ob das von einer guten Story, die auch ohne diesen Helden vllt spannend wäre, zeugt, oder vllt sogar eher von einem verschenkten Helden. :-k

Wie gesagt, mir blieben Gordon-Levitt und Tom Hardy, sogar Hataway, bei weitem stärker in Erinnerung, und hätte ersterer mit Unterstützung von Fox und Ratschlägen von Alfred Gotham gerettet, wäre der Film noch immer ein typischer Nolan, nur eben ohne Batman.


Werde ihn mir zum DVD-Release dann nochmal geben (ausnahmsweise kein zweites Mal im Kino), wahrscheinlich in der "Porno"-Version, dass ich die auch mal gesehen hab ;)

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Re: The Dark Knight

Beitragvon jumpwalker » Donnerstag 2. August 2012, 07:38

wahrscheinlich in der "Porno"-Version, dass ich die auch mal gesehen hab ;)
Masochist! Stell dich schon mal drauf ein, dass die Atemmaske von Bane in manchen Szenen klingt, als hätte er sich den Helm von Darth Vader ausgeliehen.
("Bane - ich bin dein Vater! Und da du heute Geburstag hast, schenk' ich dir meine Atemschutzmaske. Den Helm behalt' ich lieber selbst" :grin:)
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