Terminator: Genisys

Was kommt und was läuft in den Kinos?

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Terminator: Genisys

Beitragvon jumpwalker » Mittwoch 15. Juli 2015, 07:24

The Terminator is back! Und wie!

Eine der ganz großen Überraschungen des heurigen Kinosommers. Der Film ist ein Konglomerat aus dem Ur-„Terminator“ und dessen Fortsetzung „Terminator: Tag der Abrechnung“. Der Regisseur fasst die Story dieser beiden Teile zusammen, lässt sie wie mit einem Mixer durch eine alternierende Zeitlinie laufen und erzählt die altbekannte Geschichte auf erfrischend neue Art und Weise. Ein Remake, das gleichzeitig auch wieder keines ist. Ganz offenbar hat man sich an der erfolgreichen Neubelebung der Star Trek-Reihe orientiert, die nach einem sehr ähnlichen Muster gestrickt war.

An der Besetzung gibt es nichts zu bemängeln. Kyle Reese, Sarah Connor und John Connor sind wieder mit von der Partie und die Darsteller passen ganz hervorragend! Auf der Seite der Terminatoren wird neben einem völlig neuen Modell auch wieder eine Ausgabe des T-1000 auf Kyle und Sarah losgelassen. Und natürlich ist auch Arnie’s T-800 (kurzfristig sogar in doppelter Ausgabe) wieder mit von der Partie. Und Arnie ist auch sicher eines der Film-Highlights! Mit einer Lässigkeit sondergleichen gibt er nun zum vierten Mal den Terminator und man merkt ihm den Spaß an, den er dabei offenbar hatte. Ich hätte nie gedacht, das mal zu sagen, aber aus dem guten Mann ist im Lauf der Jahrzehnte tatsächlich jemand geworden, der Präsenz auf die Leinwand bringt. Respekt! Und glücklicherweise nimmt er sich in keiner Sekunde selbst ernst und verfällt (in der Originalversion) wieder in sein unsäglich-unverständliches Stenglisch-Kauderwelsch, das er in den frühen 80er-Jahren draufhatte. Ein freiwilliges Downgrade im Sinne des großen Ganzen sozusagen.

Ein weiteres Highlight ist sicher die Filmmusik. Komponiert von Lorne Balfe, der seit einer gefühlten Ewigkeit mit Hans Zimmer zusammenarbeitet. Nun, die Zimmer’schen Klangteppiche schlagen – in diesem Fall - glücklicherweise nur überaus selten durch und in den meisten Szenen umweht die Musik ein herrlich nostalgischer Touch. Die Filmmusik nimmt dabei größte Anleihen an den Originalthemen der ersten beiden Filme. Ganz ähnlich verhält es sich mit den Bildern, die man vorgesetzt bekommt: Alles hochpoliert und neu, dennoch wirkt alles angenehm vertraut.

Geht man in den Film mit ausschließlich der Erwartung, zwei Stunden lang von tollem Popcorn-Kino gut unterhalten zu werden, wird man am Ende nicht nur zufrieden, sondern absolut positiv überrascht sein!

:movie4 leicht angerostete T-800 CPU-Chips
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Re: Terminator: Genisys

Beitragvon ungeheuer » Donnerstag 16. Juli 2015, 14:43

Habe den Film gestern gesehen, und kann mich jumwalker's Meinung nur voll und ganz anschließen! Auch wenn man sich am Anfang etwas frägt, ob es wirklich nötig ist, alle Kultsprüche und Szenen gleich in der ersten halben Stunde abzuhandeln, kann der Film trotzdem bis zum Schluß mit weiteren kultigen Klischees und jeder Menge Action und Spannung, aber auch Humor aufwarten!
Und obwohl ich normalerweise kein Fan von 3D-Filmen bin, weil das bei vielen Filmen meist nichts zum Feeling beiträgt und eher als Modeerscheinung abgetan werden könnte, kann ich für Terminator Genisys die 3D Variante empfehlen.

Weiß jemand, ob dieser Film mittels 3D Kameras aufgenommen wurde(also halt die nicht Computer animierten Teile) oder erst im nachhinein konvertiert wurde?
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Re: Terminator: Genisys

Beitragvon jumpwalker » Donnerstag 16. Juli 2015, 20:45

Weiß jemand, ob dieser Film mittels 3D Kameras aufgenommen wurde
Der Film wurde mit "Real 3D" beworben, also denke ich, dass bereits entsprechend aufgenommen und nicht erst nachbearbeitet wurde.
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Re: Terminator: Genisys

Beitragvon Philipp Stoklassa » Freitag 17. Juli 2015, 00:00

RealD 3D ist nur die technische Variante des Abspielens, also die Polarisationstechnik und sagt leider nix darüber aus, wie der Film gedreht wurde.
Leider werden die allerwenigsten Filme schon mit 3D-Kameras aufgenommen (es werden sogar prozentuell eher weniger, weil die Konvertierungstechniken immer besser werden und 3D drehen halt teurer und mühsamer ist), was ich sehr schade finde, weil ich bei sowas vergleichsweise empfindlich bin. 99,9% des Publikums fällt es aber wahrscheinlich gar nicht wirklich auf.
Gerade bei sehr filigranen Details wie Bäumen und bei Schwenks fällt es sehr leicht auf, dass da einfach irgendwas nicht stimmt oder sich auf einmal Sachen ineinander verschieben. Ist eh klar, dass da nicht jedes Blatt einzeln nachbearbeitet wird und wenn man nur 2D-Bilder hat gibt es dann eben logischerweise Informationen (nämlich die komplette Info für ein ganzes Auge) die fehlen und die man irgendwie versuchen muss vorzutäuschen. Gelingt halt leider nicht immer, mal besser, mal weniger gut (Noah war da immer noch mein absolut schrecklichstes Erlebnis, da hat halt einfach gar nichts gestimmt, so dass ich die letzte halbe Stunde nur abwechselnd immer mit einem Auge geschaut habe). Und nachdem man diese vom Dreh fehlenden Informationen nicht einfach herzaubern kann, sind konvertierte Filme leider auch größtenteils eher "flach".

Um die eigentlich Frage aufzulösen: Terminator wurde (Überraschung) auch konvertiert.

Werde mir den Film dann am Wochenende oder nächste Woche anschauen, erwarte mir eigentlich auch eine gute moderne Mischung aus den Teilen 1 und 2. Werde trotzdem aus Selbstschutz mit Skepsis den Kinosaal betreten ;)

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Re: Terminator: Genisys

Beitragvon jumpwalker » Freitag 17. Juli 2015, 06:36

RealD 3D ist nur die technische Variante des Abspielens, also die Polarisationstechnik und sagt leider nix darüber aus, wie der Film gedreht wurde.
Und schon hab ich wieder was dazugelernt! Man dankt!
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Re: Terminator: Genisys

Beitragvon ungeheuer » Freitag 17. Juli 2015, 08:07

@philipp: Danke für die Info!
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