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Brettspiel Zuschlag!


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Besucherkommentare

Christoph Puhl | 06.01.2003

Eines gleich vorweg: Es ist eines der faszinierendsten Spiele seit langem. Das liegt wohl daran, das der Moderator eine Maschine mit relativ hochwertiger Sprachausgabe ist.

Eine neue Idee, eine aufwendige Umsetzung und eine gute Qualität, das sind die großen Pluspunkte von „Zuschlag!“, die dieses Spiel schon nahe an den Süchtig-Faktor führen.

Doch gibt es auch eine große Anzahl an Ideen, die Hasbro bei der nächsten Auflage besser machen könnte und sollte:

Gleich zu Beginn steht man vor der panischen Suche nach einem Schraubenzieher. Denn hat man einen solchen nicht im Haus heißt’s noch vor Spielbeginn: „Leider nicht!“
Es ist mir ein Rätsel, warum alle batteriebetriebenen Spiele ein verschraubtes Batteriefach haben. Ich vermute es soll Kleinkinder davon abhalten, die Batterien zu Schlucken oder sonstigen Unfug damit anzustellen. Eine Gute Idee – sie sollte aber anders umgesetzt werden, denn vor allem wenn man unterwegs ist, wird man nicht stets einen Schraubenzieher bei sich haben.

Legt man dann beim Spielen los, geht es verdammt rasch zu. Da wird das Spielgerät schon mal kreuz und quer über den Tisch geschoben. Rutschfeste Füßchen würden diesem Problem zu Leibe rücken.

Ferner ist die Farbwahl etwas unglücklich: Die blauen Auktionskarten sind mit schwarzer Farbe beschriftet, was der Lesbarkeit nicht gerade zuträglich ist. Hier wäre zB eine weiße Schrift eine enorme Bereicherung.
Ebenso in die Kategorie „Beschriftung“ fällt die Art der Eck-Nummerierung. Die Auktionskarten sind zwar an den oberen und unteren Ecken mit ihrem Wert versehen, doch beide Werte zeigen in die gleiche Richtung. An einer Kante die Zahl verkehrt aufzudrucken wäre auch hier eine Bereicherung für den Spielfluß.

Was auch zu Bedauern ist, ist die Elektronik des Spieles: Der Auktionator wählt nach dem Zufallsprinzip einen Spieler aus, der an die Reihe kommt. Es kommt also – nicht nur einmal – vor, das man minutenlang hintereinander „rot“ hört, hie und da durch die Farbe eines anderen Spielers unterbrochen. Folge dessen: Der Spieler „rot“ gewinnt dadurch auch jede Auktion.
Soweit so gut. Schade ist, das die Platine nicht die Anzahl der gewonnen Auktionen pro Spieler mitzählt. Daraus resultiert, das Spieler „rot“ keine Auktionskarten mehr hat, während die anderen Spieler immer noch derer genug in Händen halten, der Auktionator aber eifrig weiter Bietaufträge an „rot“ vergibt. So entsteht bald die Situation, das man um den Tisch sitzt und wartet, das endlich einmal eine andere Farbe aufgerufen wird.

Ich bin mir fast sicher, dass es bei unseren Testspiel ein „dummer Zufall“ war, das diese Situation entstand, aber dennoch sollte an einer Lösung gearbeitet werden.

Kann man sich nach langem Spiel endlich unter Qualen dazu entschließen, das Spiel doch wieder zur Seite zu legen (es macht wirklich süchtig!), steht man vor weiteren Problemen:

1. Man entdeckt beim Wegräumen, das es eigentlich eine Grundplatte für dieses Spiel gibt, die gut versteckt zwischen anderen Pappkartons verpackt versteckt war

2. Ein so aufwendiges Spiel verdient eine bessere Verpackung. Man kann das gesamte Zeug nur einfach in einen leeren Pappkarton schieben (nicht von oben, sondern von der Seite zu beladen!), wo alles kunterbunt durch die Gegend fliegt, die Karten auf der Seite wieder rausrutschen, wenn sie nicht begummiringt wurden und verbogen werden. Schade Hasbro – jetzt macht ihr so ein geniales Spiel und zerstört es durch die eigene Verpackung!

3. Man legt den Karton zur Seite und hört noch lange Zeit danach die Blecherne Stimme aus der Kiste rufen. Kein Spuk – sondern ein fehlender „On/Off“ Schalter. Das Gerät schaltet sich nach ca 1 Minute selbst aus, bis dahin aber spricht es eifrig weiter.

Fazit: Ein gelungenes Spiel, das bestimmt keine Langeweile aufkommen lasst. Durch die Technik wird es besonders interessant, aber auch fehleranfällig. An der Umsetzung der brillanten Idee muß jedoch noch gefeilt werden. Trotz der doch großen Zahl an verbesserungswürdigen Details ist das Spiel sehr zu empfehlen.

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Details

Redaktionelle Wertung:

So werten wir

Auszeichnungen:

Spieleranzahl: 3 bis 4

Alter: ab 8 Jahren

Spieldauer: 30 Minuten

Preis: 30 Euro

Erscheinungsjahr: 2002

Verlag: Hasbro

Autor:

Grafiker:

Genre: Reaktion

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