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Gesellschaftsspiel Beowulf


Fazit


Der Hauptgrund, warum dasselbe System in den „Historischen Szenarien“ von SvC unterhalten hat, und warum es in Beowulf nicht unterhält, wird während des Spieles sehr schnell klar: Beim Zug des Alexander waren die Versteigerungen Beiwerk. Es wurde… na ja, eben GESIEDELT. Man erwarb Rohstoffe, man handelte, man baute Siedlungen… und zwischendurch wurde eine Versteigerung abgehalten, in denen die Spieler ihre Rohstoffe bieten konnten, die aber eben auch für anderes benötigt wurden. Es galt auszurechnen, wie viel Erz ich entbehren kann, um Alexanders Schlacht am Nil zu unterstützen, aber meine eigenen Bau- oder Handelspläne außerdem noch verwirklichen zu können.

Und das ist das Problem, mit dem Beowulf konfrontiert ist: Wozu soll ich Schiffskarten aufheben, wenn diese Karten erst wieder 5 Felder später gefragt sind? Und selbst wenn diese Karten gleich wieder benötigt werden, dann gehen wir eben ein Risiko ein, und schon hab ich wieder ein paar vor mir ausliegen. Jaja, die Möglichkeit, unter der Versteigerung zufällig passende Karten zu ziehen: Der sicherste Weg, die Versteigerungen vollkommen uninteressant zu machen. Zielsicher hat Reiner Knizia ihn beschritten.

Die logische Folgerung aus diesem Punkt: Für das, was Beowulf bietet, ist es mit 60-90 Minuten Spielzeit eindeutig viel zu lang. Es ist möglich, dass das System als 15 Minuten – D’rüberstreuer unterhaltsam und interessant ist, doch bei dieser Länge beginnt das System zu schnell damit, sich einfach nur zu wiederholen. Und spätestens nach der 5ten Versteigerung, die ja mehr oder weniger hintereinander ablaufen, verzweifelt man dann an der Tatsache, gerade mal ein knappes Drittel des Spielplanes hinter sich gebracht zu haben.

Was die Ausstattung angeht, so schießt Beowulf auf dem Spielplan einen der größten Böcke der letzten Jahre: Es gibt keine Möglichkeit, auf den Versteigerungsfeldern die Beowulf-Figur so abzustellen, dass keine wichtige Information abgedeckt wird. So steht Beowulf regelmäßig neben dem Feld. Natürlich, eine Lappalie… aber ist das wirklich notwendig?

Also zum Fazit: Um ca. das fünffache zu lang, aber immerhin der lebende Beweis, dass die Versteigerung in Form „Historische Szenarien I: Alexander der Große“ nicht funktioniert, wenn man die Hauptelemente eliminiert und nur noch die Versteigerung, und damit das NEBENspiel, übrig lässt: Es ist elend langweilig.

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Besucherkommentare

Stefan | 15.12.2012

habe mir das Spiel schon öfters ausgeborgt und freue mich wieder voll drauf - nach den nächsten Spielen schreibe ich (meinen ersten) längeren Kommentar drüber - bisdahin: bildet euch selbst eine Meinung.
PS: hat mit AlexanderSzenario gar nichts zu tun - also nicht abschrecken lassen

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Details

Redaktionelle Wertung:

So werten wir

Spieleranzahl: 2 bis 5

Alter: ab 12 Jahren

Spieldauer: 60 Minuten

Preis: 30 Euro

Erscheinungsjahr: 2005

Verlag: Kosmos

Autor: Reiner Knizia

Alternativer Titel: Beowulf - Der sagenhafte Drachentöter

Genre: Versteigerung

Zubehör:

1 Spielbrett 1 Schild 1 Beowulf-Figur 2 Markierungssteine 5 Reihenfolgen-Marker 100 Aktionskarten 10 Sonderkarten 36 Ruhmesplättchen 24 Schatzplättchen 3 Misserfolgsplättchen 36 Bündnisplättchen 23 Wunden-Plättchen

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